Verfahren Ernst Reuter Platz

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (SenStadtUm) wird in 2012 für die städtebauliche und freiräumliche Qualifizierung des Ernst-Reuter-Platzes ein noch näher zu bestimmendes Qualifizierungsverfahren durchführen. Aufgaben, Inhalte und Struktur des Verfahrens sollen gemeinsam mit Anrainern, Politik und Verwaltung entwickelt und abgestimmt werden. Die hier vom Regionalmanagement CITY WEST zur Verfügung gestellte Internetplattform soll dafür als Forum dienen.

Die von der Verwaltung entwickelten Verfahrensvorschläge werden hier zur Einsicht und zum Herunterladen zur Verfügung gestellt.

Diskutieren Sie mit! Nutzen Sie das Forum, um Ihre Interessen einzubringen.

Hier ein paar Anregungen zu Themen und offenen Fragen:

  • Welche inhaltlichen Schwerpunkte sollten im Verfahren gesetzt werden?

a. Gestaltung und Nutzung der Mittelinsel
b. Verbesserung der Nutzungsqualität des Freiraums im Allgemeinen
c. Profilierung des Bürostandortes für (wissensbasierte) Unternehmen
d. Belebung der Erdgeschosszonen
e. Verkehrsführung am, um und über den Ernst-Reuter-Platz
f. Stärkung von Kultur und Wohnen im Umfeld
g. Anforderungen an die Bebauung und Nutzung am Platz und Umfeld
h. Mögliche Themen für ein IBA-Demonstrationsgebiet

  • Wie soll der Umgriff des Planungsgebietes aussehen? Welche räumliche Abgrenzung ist für welche Aufgabenstellung zielführend?
  • Welche städtebaulichen Visionen und Innovationen verträgt dieser, von der Nachkriegsmoderne geprägte Platz? Kann und soll dieser „Verkehrsplatz“ zu einem Stadtplatz werden? Wie pragmatisch oder visionär sollten wir uns bei der Ideenfindung orientieren?
  • Nach welchen Standards sollen Gebäude instandgesetzt und neu gebaut werden? Wie können Themen zu Ressourcenverbrauch und Nachhaltigkeit in das Verfahren integriert werden?

Folgende Informationen und Vorschläge haben SenStadtUm und der Bezirk bereitgestellt (folgt).

 
AnhangGröße
1.Vorschlag Strukturierung Ernst-Reuter-Platz-Verfahren58.07 KB
Abgrenzung Planungsbereich Ernst-Reuter-Platz, 09.07.20122.97 MB

Kommentare

Queerung Hardenbergstraße

Die Queerung der Hardenbergstraße zwischen Knesebeckstraße und TU-Gelände ist für Zu-Fuß-Gehende und Fahrradfahrende ein Wettrennen mit den Metalllawinen. Täglich, v.a. zur Mittagszeit, belebt eine große Anzahl TU-Angeöriger bzw. Gäste dieses Gebiet und es wäre wünschenswert, wenn in den Planungen eine adäquate Lösung mitgedacht würde.

Nutzung der Mittelinsel

Die Mittelinsel sollte zum Kommunikationsplatz gestaltet werden. Da Straßenquerungen bei dem starken Verkehr nicht sinnvoll sind, sollte eine aufgeständerte Mittelinsel geschaffen werden, die von jeder Straßenecke über eine Brücke, z.B. eine Stahlbrücke, für Fußgänger und behindertengerecht zugänglich ist.
Sie könnte begrünt werden, Sitzgelegenheiten aufweisen und möglicherweise ein kleines Restaurant. an einer Ecke des Platzes.
Entfallen müßte nur die Wasserfontäne.
Eine Untertunnelung der Straßen für Fußgänger führt zu unkontrollierbaren Zuständen und würde nicht angenommen werden.
Für den Verkehr würden Gefahrensituationen entschärft, alle Gebäude beiderseits der Straßen würden zu Fuß erreichbar sein und damit eine zentrale Insel für den Campus geschaffen werden.
Wenn die Ständer bautechnisch "leicht "gestaltet werden, würde auch das Stadtbild nicht zerschnitten
(das geschieht ja auch durch die Höhe des Charlottenburger Tores)

Dipl.-Kfm Brigitte Primke
Klngenhofer Steig 6, 13587 Berlin
Tel 030 355 05 607

Antwort auf "Mittelinsel und Ampelschaltung" von A. Holder

Sehr geehrter Herr Holder,

es gibt bereits einen Vorstoß für eine Fußgängerampel auf die Mittelinsel. Auf Initiative u.a. des Aktionsbündnisses Ernst-Reuter-Platz hat die Bezirksverordnetesversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf sich in einem Beschluss für eine Fußgängerampel, voraussichtlich im Bereich Hardenbergstraße ausgesprochen. Nun ist der Ball bei der zuständigen Senatsverwaltung.

http://ernst-reuter-platz.de/lsa.html

Das Aktionsbündnis führte bereits zahlreiche Aktionen (z.B. in 2011 im Rahmen des öffentlich geförderten Projektes "Treffpunkt Ernst-Reuter-Platz") durch, um insbesondere die Mittelinsel zu aktivieren / zu beleben.

http://ernst-reuter-platz.de/tp_erp_stadt-spiele.html

Die Mittelinsel zu einem Durchgangsort zu machen, halten wir für problematisch Der besondere Charkater der Mittelinsel besteht gerade darin, zugleich Bühne als auch Oase zu sein. Er ist einerstaunlicher Ort der Entschleunigung mitten im Auge des Orkans.

Sören Hühnlein | Aktionsbündnis Ernst-Reuter-Platz

Antwort des Regionalmanagement CITY WEST

Sehr geehrter Herr Schmidt, zu Ihrem ersten Punkt. Unter freiräumlicher Qualifizierung versteht man im Allgemeinen die Verbesserung der öffentlichen und privaten Grün-, Frei- und Verkehrsflächen im Hinblick auf ihre funktionale und gestalterische Qualität. Diese Formulierung wurde gewählt, weil die Art des Verfahrens zur Findung von realisierbaren Planungsalternativen noch nicht feststeht. Erste Vorschläge werden wir in Kürze auf dieser Plattform zur Diskussion stellen. Zu Ihrem zweiten Punkt. Es ist beabsichtigt, den Standort Ernst-Reuter-Platz städtebaulich und freiräumlich weiter zu entwickeln. Darin sind sich Senat, Bezirk und Anrainer einig. Erst mit den Vorschlägen des geplanten Verfahrens können die gemeinsam getragenen Maßnahmen identifiziert werden. Da es sich dabei sowohl um öffentliche wie auch private Investitionen handeln kann, ist es derzeit nicht sinnvoll abstrakt einen finanziellen Spielraum festzulegen. Mit dem geplanten Verfahren werden auf jeden Fall die Grundlagen für den Einsatz von Fördermitteln aus verschiedenen „Töpfen“ geschaffen.

Unklarheiten

1:. Was versteht man bitteschön unter einen "freiräumlichen Qualifizierung"?
Wenn Sie schon Fachbegriffe/Beamtendeutsch verwenden,bitte ich um allgemeinverständliche Erklärungen.
Ich hoffe doch,Ihr Interesse liegt an einer Diskusion zum Thema mit ALLEN Bürger/innen.
Das ist hier hoffentlich kein Fachforum ??!!.

2.Offenbar soll der Platz umgestaltet werden ??
Welche Mittel (von Land und möglicherweise Bund) stehen dafür zur Verfügung ?
Erst wenn klar ist,wie der finanzielle Spielraum ist,kann man überlegen,WIE man das Geld dann einsetzt.

Mittelinsel und Ampelschaltung

Ich begruesse das Verfahren Ernst Reuter Platz und schlage auf alle Faelle eine Verbesserung der Ampelschaltung fuer die FussgaengerInnen vor. Ebenfalls wuenschenswert waeren Bruecken oder Ampeln um nicht immer den ganzen Platz umrunden zu muessen als FussgaengerInnen. Eine quere Durchquerung des Platzes von der Marchstrasse zur Hardenbergstrasse waere wuenschenswert und wuerde den Platz beleben! Danke fuer die Aufmerksamkeit. A. Holder