In den kommenden Monaten tritt Berlin in die heiße Phase der Auseinandersetzungen um die Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2011. Stadtentwicklung wird aber, wie es bislang aussieht, kein großes Thema sein.
Das ist ein Problem, denn Stadtentwicklung prägt unseren Alltag. Was wird aus der Mitte? Brauchen wir überhaupt eine Mitte? Was wird aus den ehemaligen Arbeiterquartieren, was aus den ehemaligen Stadtbrachen? Und wie verändert sich unsere Stadtregion nach der Rochade der Flughäfen? Und was hat das Ganze mit Klimaschutz, Stadtverkehr und Wohnungspolitik zu tun? — Die Initiative «Think Berl!n» stellt deshalb gemeinsam mit Harald Bodenschatz, Christian von Oppen und anderen Fachleuten ein «städtebauliches Memorandum» für Berlin zur Diskussion, das aufzeigt, wie der Weg Berlins in der Stadtentwicklungspolitik nach der Wahl weitergehen könnte. Das Memorandum soll einen Maßstab im Umgang mit Städtebau und strategischer Planung definieren, an dem sich die kommende politische Führung messen lassen muss. — Die Tagung besteht aus zwei Teilen – Breakfast Talks am Morgen und der Vorstellung und Diskussion des städtebaulichen Memorandums am Abend.
Die Bebauung von Brachflächen im östlichen Spreeraum, stadtplanerische Konzepte für als benachteiligt geltende, aber auch mit Aufwertung konfrontierte Innenstadtquartiere, die Veränderung der Stadtregion infolge der Eröffnung des BBI und der Schließung Tegels wie Tempelhofs, und natürlich der städtebauliche Umgang mit der Mitte Berlins, nicht nur mit dem Rathausforum – das alles sind Themen, die in den vergangenen Monaten in den Medien oder in fachöffentlichen Debatten erörtert wurden, die im Wahlkampf jedoch keine Rolle spielen. Diese vier Räume stehen beispielhaft für zentrale städtebauliche Probleme, bei deren Lösung in den vergangenen Jahren «etwas schief gelaufen ist». Den Herausforderungen in Berlin werden auswärtige Lösungsansätze ähnlicher Dimension gegenübergestellt. Abschließend wird das städtebauliche Memorandum vorgestellt und diskutiert.
Das vollständige Tagesprogramm und weitere Informationen über die Initiatve Think Berl!n finden Sie hier.
Einladungs-Flyer (PDF ca. 500 kb)