Umfeld Bahnhof Zoo | Hardenbergplatz

Hardenbergplatz

Der Hardenbergplatz wird bisher als Verkehrsfläche und vor allem als Parkplatz genutzt

Ein Platz? Eher nicht, denn bisher ist er ein Ort für Busse und Taxen, eine Fläche für den schnellen Wechsel von Verkehrsmitteln - ein Transitraum.

Die Potenziale des Hardenbergplatzes als Entree in die City West und Bindeglied zwischen Bahnhof Zoo, Zoologischer Garten, Bikini Berlin, dem Hotel Waldorf Astoria im Zoofenster sowie dem nahe gelegenen Kurfürstendamm sind definitiv nicht ausgenutzt. Eine Aufenthaltsqualität fehlt.

Um den bestehenden Missstand zu ändern und eine Gestaltung gemäß seiner gesamtstädtischen Bedeutung zu erreichen, werden im Programm Aktive Zentren Mittel für eine Aufwertung des Umfelds Bahnhof Zoo (in der Begrenzung Hertzallee, Jebensstraße, Übergang zum Yva-Bogen, Kreuzung Joachimstaler Straße/Hardenbergstraße, Hardenbergplatz, Übergang Tiergarten) und die Abstimmung und Einbindung öffentlicher Verwaltungen, relevanter Akteure sowie privater Anrainer bereit gestellt. Der Prozess startete in 2013.

Moderations- und Gutachterverfahren

Im Rahmen eines Moderationsverfahrens wurde Austausch zu unterschiedlichen Ansprüche und Forderungen sowie zu städtebaulichen Grundsätzen an eine Umfeld- und Platzgestaltung mit Hauptnutzern, Anrainern und wichtigen Akteuren geführt. Anhand der gegebenen Rahmenbedingungen erscheint die Realisierung einer Tiefgarage derzeit als nicht umsetzbar. Ziel ist daher eine qualitative Verbesserung der momentanen inadäquaten Situation. Die Entwicklung bzw. umfassende Umgestaltung zu einem späteren Zeitpunkt soll dadurch nicht verhindert werden. Gesucht wird eine Lösung, die für die nächsten 5 - 10 Jahre eine merkliche Verbesserung der derzeitigen Unzulänglichkeiten ermöglicht.

An das Moderationsverfahren zur Umgestaltung des Umfelds Bahnhof Zoo/ Hardenbergplatz schloss sich in 2014 ein Gutachterverfahren an, in dessen Rahmen drei interdisziplinär arbeitende Teams Gestaltungsvorschläge für ein Gesamtkonzept im Dialog mit Anrainern und Vertretern unterschiedlicher öffentlicher Belange erarbeiteten. Dabei hatte die Platzgestaltung mit Blick auf die Identität und Funktion des Ortes als Mobilitätsdrehscheibe und Entree zur City West wie auch zum Tiergarten besonderen Vorrang. Ziel ist es, die hohe Qualität der vorgelegten Konzepte zu nutzen, um auf ihrer Grundlage mit Blick auf die geplante Umgestaltung des Hardenbergplatzes zu einer gemeinsam getragenen Realisierungsgrundlage zu gelangen.

Standortkonferenz

Auf einer Standortkonferenz am 17. November 2014 wurden die Ergebnisse des Gutachterverfahrens der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Wahl als weiter zu verfolgende Planung fiel auf den Entwurf „City meets Park“ vom Büro TOPOTEK 1 & IVAS. Der Entwurf strebt durch eine Verminderung der bestehenden Verkehrsflächen auf der östlichen Seite des Platzes eine von Platanen und Eichen, Parkbänken und schlichten Lichtmasten gesäumte Promenade an, die Raum zum Verweilen und Flanieren schafft. Zusätzlich sollen mehrere Querungsmöglichkeiten die Zugänglichkeit zwischen Bahnhofs- und Zooseite des Platzes erhöhen.

Für die Bereiche der Gehwege, des Parks und der Verkehrsflächen wird die Verwendung vier verschiedener Oberflächenmaterialien vorgeschlagen: Granitplatten, Asphalt, Kleinsteinpflaster sowie wassergebundene Decke oder ersatzweise gefärbter Asphalt. Für die westlich vom Bahnhof Zoologischer Garten gelegene Jebensstraße sieht der Entwurf eine Stärkung der bestehenden typologischen Eigenheiten und eine Hervorhebung der Prachtbauten durch eine Verbreiterung der Gehwege vor.

Für die Realisierung schlägt das Konzept vier Bauabschnitte vor um ein Funktionieren des Platzes als Mobilitätsdrehscheibe sicher zu stellen.

Als nächste Schritte folgen Abstimmungen und detaillierende Gespräche mit den Hauptnutzern und Anrainern des Platzes zur Schärfung und Konkretisierung des Konzepts. In dieser Phase werden viele Aspekte mit dem Ziel einer realisierungsfähigen Entwurfsplanung genau beleuchtet und geprüft.

Die Finanzierung soll, wie die Vorverfahren, aus dem Programm Aktive Zentren erfolgen. Der Bezirk C-W hat hierfür einen entsprechenden Förderantrag bei der Senatsverwaltung eingereicht.

Die inhaltliche Koordination und Steuerung des Verfahrens erfolgte durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Auftragnehmer zur Durchführung des Moderations- und Gutachterverfahrens ist UrbanPlan Gesellschaft für Projektsteuerung, Architektur, Städtebau, Strukturplanung und Forschung mbH.