Kantstraße 2011

Analyse und Ideen - Architekturstudierende der Beuth Hochschule für Technik Berlin stellen aus
Regionalmanagement CITY WEST in Kooperation mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin
19. Mai 2011

Studierende der Beuth Hochschule für Technik Berlin haben sich im Rahmen des Studiengangs Architektur und Gebäudetechnik ein Semester lang eingehend mit der Kantstraße beschäftigt. Nach umfassender Analyse und Dokumentation der Straße entstanden für ausgewählte Standorte architektonische Entwürfe sowie Umnutzungskonzepte für das ehemalige Frauengefängnis in der  Kantstraße 79.

Die Ergebnisse - Pläne, Modelle und eine Fotoabwicklung des gesamten Straßenverlaufs - der studentischen Arbeit werden vom 30. Mai bis zum 17.Juni 2011 jeweils in der Zeit von 13.00 bis 18.00 Uhr der Öffentlichkeit gezeigt. Die Ausstellungseröffnung findet bereits am 26. Mai 2011 um 19.30 Uhr im Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin statt.

Die Kantstraße ist eine ca. 2,3 km lange Einkaufsstraße in der City West. Die stark befahrene Verkehrsachse verbindet das Messegelände und den Funkturm mit dem Breitscheidplatz. Längst nicht so glamourös und populär wie der Kurfürstendamm, ist sie trotzdem von Anwohnern und Touristen stark frequentiert. Schwerpunkte bilden das Stilwerk und  weitere hochwertige Einrichtungshäuser. Diese wollen künftig noch stärker zu einer "Designmeile" entwickeln, abgerundet durch die Vielzahl gastronomischer Angebote rund um den Savignyplatz.

35 Studenten des Studiengangs Architektur und Gebäudetechnik an der Beuth Hochschule für Technik Berlin haben  die Grundlagen der Straße analysiert und eine detaillierte Dokumentation erarbeitet.

Das Ergebnis ist eine umfangreiche Ausstellung zur  Kantstraße mit einem städtebaulichen Modell im Maßstab 1:500 und einer Fotoabwicklung des gesamten Straßenverlaufs vom Savignyplatz bis zum Amtsgerichtsplatz im Maßstab 1:200. Eine Analyse unterschiedlicher Teilaspekte, wie Geschichte, Nutzung, Verkehr und Freiflächen rundet die Arbeit ab. Auf dieser Analyse aufbauend wurden architektonische Entwürfe für  verbesserungswürdige Bauten und zur Bebauung von freien oder untergenutzten Grundstücken erstellt. Ziel der Entwürfe ist die Konzeption zeitgemäßer Gebäude, die sich in die vorhandene Struktur positiv einfügen. Mit den vorgeschlagenen Nutzungen kann das Untersuchungsgebiet aufgewertet werden. Herausgekommen sind Planungen für Hotels, Seniorenwohnen, Frauenhaus, Studentenwohnen, Weinhaus mit Ausschank, Wellnessoase, Galerie, Kindertagesstätte,  Kinozentrum, Bibliothek oder Sportgebäude.

Besonderes Augenmerk legten die Studenten auf das ehemalige Gefängnis, ein denkmalgeschützter Bau aus den Jahren 1896/97. Während der NS-Zeit waren dort Frauen aus dem Widerstand inhaftiert. Das Gefängnisgebäude steht seit 1985 leer. Hierfür schlagen die Bearbeiter die Umnutzung zu einer Beherbergungsstätte vor. Die Idee ist anhand von Modell und Plänen dargestellt.
Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf stellt eigens für die Ausstellung ein Modell des Frauengefängnisses zur Verfügung. Das Modell des historischen Zustands des Gebäudes wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. 

Die Vernissage findet am 26. Mai 2011 um 19.30 Uhr im Amerika Haus, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin statt. Die Ausstellung ist vom 30.Mai bis zum 17. Juni werktags von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Neben den Bezirksstadträten  Klaus-Dieter Gröhler und Marc Schulte begrüßt Dirk Spender vom Regionalmanagement CITY WEST die Gäste. Anschließend werden Prof. Reinhard Thümer, Präsident der Beuth Hochschule für Technik Berlin sowie Prof. Mara Pinardi und Prof. Ulrike Lauber kurze Einführungen halten.

Die Architekturlehre der Beuth Hochschule für Technik Berlin steht für eine praxisnahe Ausbildung mit den beiden Schwerpunkten des klassischen Entwurfs / Baukonstruktion und der Bauerhaltung.
Die Studierenden des Studiengangs Architektur der Beuth Hochschule für Technik Berlin erarbeiten im 5. Semester ihres Bachelorstudiengangs umfassend und interdisziplinär ein Stück ihrer Stadt

Unter der Leitung von Prof. Ulrike Lauber und Prof. Hans-Christof Ernst haben die Studierenden die Kantstraße vom Savignyplatz bis zum Amtsgerichtsplatz analysiert, dokumentiert und für ausgewählte Bereiche Entwürfe erarbeitet.
Das ehemalige Frauengefängnis in der Kantstraße 79 wurde im Schwerpunkt Bauerhaltung unter Leitung von Prof. Mara Pinardi und Dipl.-Ing. Lucius Rathke bearbeitet. Beide architektonischen Schwerpunkte wurden vom Prof. Willi Hasselmann bauwirtschaftlich begleitet. So haben die Studierenden im Anschluss an ihre Entwürfe auch die Kosten ihrer Projekte ermittelt.
 

Kontakt: 
Regionalmanagement CITY WEST
Amerika Haus
Hardenbergstraße 22-24
10623 Berlin

Tel. 030 31015200

rm [ett] berlin-city-west.de
twitter.com/berlinCITYWEST

Prof. Ulrike Lauber
Leiterin des Labors für Entwurf und Städtebau

Beuth Hochschule für Technik
Fachbereich IV Architektur
Luxemburger Straße 9-10
13353 Berlin

lauber [ett] beuth-hochschule.de

AnhangGröße
pressebild01.jpg548.98 KB
pressebild04.jpg1.57 MB
PM_Eroeffnung_Kantstrasse.pdf56.77 KB