Lichtinstallation Bahnbrücke Hardenbergstraße

Momentan wird die Gestaltung des öffentlichen Raums unter der Brücke ihrer Bedeutung durch die große Anzahl von täglich querenden Fußgängern, Rad- und Autofahrern nicht gerecht. Mit der künstlerischen Lichtinstallation soll diesem Raum als bedeutende Verbindung innerhalb der City West schließlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden und ist im Zusammenhang mit dem Ziel einer Aufwertung des Hardenbergplatzes zu verstehen.

Im Juni 2014 begannen die Baumaßnahmen der Deutschen Bahn, an die sich die Montagearbeiten für die künstlerische Lichtinstallation anschließen. Am Montag, den 2. Februar 2015 wurde die Lichtinstallation unter Anwesenheit von Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, Ingulf Leuschel, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Berlin und Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender AG City e.V. mit einem gemeinsamen symbolischen Knopfdruck in Betrieb genommen. Notwendige Restarbeiten werden voraussichtlich noch im Februar 2015 abgeschlossen.

Beleuchtungskonzept

Im Rahmen des Ideen- und Realisierungswettbewerbs 2011 setzte sich die Lichtarchitektin Anne Boissel  mit ihrem Entwurf zur künstlerischen Gestaltung der Brückenunterseite an der Hardenbergstraße durch. Das Preisgericht lobte das warme, positive Licht-Raum-Ambiente des Entwurfs. Das Konzept gehe auf die charmante Ruppigkeit der Brückenkonstruktion ein und respektiere sie auf eine unaufgeregte Art.

Unter der Brücke spielt die Installation mit der Lichtdecke des Bahnhofs, die sich in Wirklichkeit eine Etage darüber befindet. Auf den Putzfeldern an der Brückenunterseite werden dazu verzogene Rechtecke als Illusion der Fenster leicht verschwommen abgebildet. Die Grundbeleuchtung des Brückenraums übernehmen vier Linien von punktuellen Leuchten, die sich jeweils an den Kreuzungspunkten der Träger befinden. Die vier Lichtpunktlinien nehmen einerseits die Bewegung der Züge oberhalb der Brücke auf und dienen andererseits der perspektivischen Verstärkung der Brückenkonstruktion und des Raumes unterhalb der Brücke.

Ergänzend zum Lichtkonzept der Brückenunterseite wird auch eine künstlerische Bespielung der Stirnseiten der Bahnbrücke vorgesehen. An den vertikalen Trägerelementen der Stirnseiten werden LED-Lichtleisten montiert, die den dahinter liegenden Hauptträger mit Licht streifen. Die Lichtsetzung spielt mit der Dynamik des Ortes. Nur wenig Licht beleuchtet ist die linke Seite, während die rechte Seite hell hinterleuchtet wird. Der Verlauf der Helligkeit erinnert auch hier an fahrende Züge – jedoch in der Bewegung erstarrt.

Visualisierung der Stirnseite

Visualisierung der Stirnseite

Der kreative Kopf

Anne_Boissel_nDie Idee für die Lichtinstallation stammt von der Lichtarchitektin Anne Boissel. Frau Boissel engagierte sich beharrlich für die Erweiterung der Fördermaßnahme (Lichtinstallation unter der Brücke) um die künstlerische Beleuchtung der beiden Stirnseiten, was ihr letztendlich auch gelang. Mit Unterstützung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf, dass eigene Sondermittel zur Verfügung stellte und privater Unternehmen wird nach Fertigstellung die Bahnbrücke Hardenbergstraße als leuchtendes Landmark erstrahlen.

Finanzierung

Das Konzept der künstlerischen Lichtinstallation an der Bahnbrücke Hardenbergstraße wird aus finanzieller Sicht in zwei Abschnitten umgesetzt. Während die Installation unterhalb der Brücke aus Fördermitteln des Programms Aktive Zentren finanziert wird, stützt sich die Illumination der beiden Stirnseiten auf ein von bezirklicher und privater Seite getragenes Finanzierungsmodell. Die Folgekosten für die nächsten 10 Jahre werden von mehreren lokalen Privatunternehmen sowie der DB Station&Service AG übernommen.