Der Ernst-Reuter-Platz ist einer der herausragenden, symbolträchtigen Plätze der City West. Er wird im Oktober 2013 seine 60-jährige Namensgebung feiern. Gesäumt von denkmalgeschützten Bürogebäuden der Nachkriegszeit dient er täglich zehntausenden Studierenden und Arbeitnehmern als verkehrlicher Knotenpunkt und Eingangstor zur CITY WEST. Er ist somit ein Kristallisationspunkt auf der Ost-West-Achse und Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft im Berliner Westen.
Nach zwei Jahrzehnten konzentrierter Entwicklungstätigkeit in der City Ost, erlebt nun die westliche Berliner Innenstadt ihrerseits eine erfreuliche Renaissance. Diverse bauliche, wissenschaftliche und kulturelle Projekte wurden unter anderem auch rund um den Ernst-Reuter-Platz in dem Wissen angestoßen, dass die Bedeutung des Ortes und die Baukörper ein großes Entwicklungspotenzial darstellen. Eine Revitalisierung des Ernst-Reuter-Platzes kann der gesamten City West in den nächsten Jahren einen enormen Entwicklungsschub geben.
Ziel des Regionalmanagements CITY WEST ist es, sowohl laufende Projekte im Sinne der Leitlinien City West zu unterstützen als auch neue Ideen und Projekte für den Standort zu befördern. Daher hat das Regionalmanagement CITY WEST einen Gesprächskreis mit Vertretern der Immobilieneigentümer, Nutzer und interessierten Investoren initiiert, in dem geplante Projekte diskutiert, neue Ideen gefunden und Visionen formuliert werden. Mit dem Campus Charlottenburg, einem Zusammenschluss der Technischen Universität und der Universität der Künste, konnte ein wichtiger Kooperationspartner gewonnen werden.
In der „Ersten Standortkonferenz Ernst-Reuter-Platz“ wurde der Gesprächskreis um Partner aus der Bezirks- und Landespolitik, lokaler Verbände und interessierte Bürger erweitert. Ehrengast der Veranstaltung war Edzard Reuter, Sohn des ehemaligen Berliner Bürgermeisters Ernst Reuter, nach dem der Platz benannt ist.
Es kommt darauf an, für den Ernst-Reuter-Platz ein übergeordnetes Standortkonzept zu entwickeln und die gemeinsamen Interessen mit Hilfe einer abgestimmten Gesamtstrategie zu realisieren. Seine zukünftige Entwicklung wird in einem attraktiven Wirtschaftsstandort liegen, in dem Wissenschaft, Technik und Innovation aufeinander treffen.
Über die Kommentarfunktion können Sie Anregungen zum Ernst-Reuter-Platz oder zur Standortkonferenz hinterlassen. Das Regionalmanagement CITY WEST behält sich vor inhaltlich unpassende oder verletzende Kommentare zu löschen.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Programm | 73.52 KB |
| Kurzinfo der Redebeiträge | 227.92 KB |
| Plan Ernst-Reuter-Platz und Umgebung | 518.05 KB |
| 01_Bodenschatz_Ernst-Reuter-Platz | 934.05 KB |
| 02_Schulten_Standortanalyse_Ernst-Reuter-Platz | 1.02 MB |
| 03_Platena-Jagusch_ERP_Fraunhofer | 13.75 MB |
| 04_Schickel_Telecolumbus | 2.54 MB |
| 05_Kretschmer_Virtenio | 1.21 MB |
| 06_Kusitzkiy_Matthias_Klangumwelt_ERP | 1.57 MB |
| 07_Uttke_TUB-ISR | 3.46 MB |
Kommentare
Visionen
Der Ernst-Reuter-Platz erhebt sich!
Diese Platten-Quadrate in der Mitte des Platzes schreien geradezu danach zu extrudieren, um diesen leeren Raum endlich zu definieren. Die quadratischen Plattformen des Platzes sollten sich in die Höhe heben!
siehe hier:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/f/f7/Illu_extrusion.gif
Unterschiedlich hoch, könnten diese einzelnen Extrusionen auf dem Kreisverkehr soetwas wie eine kleine Stadt aus Stelen bilden. Diese sollen eine Landmark, ein neues Zentrum für Kunst und Kultur sein. Obendrein wären die architektonischen Potentiale gewaltig, man könnte bspw. die Zickzack-Ziehharmonika-Gelenke-Optik einer Hebebühne mit den Gestaltungsmethoden der modernen architektonischen Stilmittel zitieren:
http://www.alfotec.de/content/assets/hubtisch_hebebuehne/hebebuehne_spin...
Großartig wäre es auch wenn sich die Höhen der Stelen auch verändern könnten und je nach Nutzungsbedarf höher oder niedriger werden, also einen ähnlich flexiblen Charakter wie Cargo-Containern hätten.
Abgesehen davon wäre die Extrusion der Quadrate auch ein gelungener und geistreicher Seitenhieb auf die ursprüngliche Helikopterplanung des Platzes (wegen der flachen verkehrsinsel), womit auch die Vergangenheit direkt in die Zukunft transportiert werden würde.
Weitere Ideen dazu:
- als "Balkone" könnte man die Beton-Blumenkübbel aus der Umgebung nutzen die man an die Stelen hängt. :D
- Stelen sollten Aussichtsplattformen sein
- die obere Plattform bzw. das Dach einer Stele könnte ja das unveränderte Quadrat (den jetzigen Zustand entsprechend, bei dem die Insel und die Quadrate absolut ebenerdig sind) beibehalten werden. Denn die Inhalte der Quadrate bieten doch eine recht hohe Vielseitigkeit * : mal ein Wasserbecken, mal eine Grünanlage, mal eine Baumreihe und natürlich der pure Stein. Von einer Aussichtsplattform würde man dann auf einige Stelen mit entsprechend, unterschiedlichen Dächern blicken :)
* die aufgrund der jetzigen Ebenerdigkeit nicht erfahrbar ist!
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Die Erinnerung der Bewegung
Beim Verkehr bin ich hin und her gerissen ob es nicht besser wäre den Individualverkehr an dem Platz komplett zu untertunneln.
Vllt. soetwas wie eine unterirdische Kreuzung (wird wohl brandschutztechnisch problematisch...) oder ein unterirdisches Autobahnkreuz...andernseits ist durch diese Lösung zu befürchten, dass der platz damit seinem ursprünglichen Charakter beraubt wird. Der Ernst-Reuter-Platz und seine Indivualverkehrsknotenpunktfunktion gehören schon fast untrennbar zusammen....
Um dieses Verhältnis nicht völlig zu zerrütten und gleichzeitig für mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen fände ich es interessant, die Tunneldecke für den Individualverkehr transparent zu gestalten. Die Tunnel unter dem Platz sollten obendrein auch aufwendig illuminiert werden, d.h. die Fußgänger würden nachts über die leuchtend strahlenden Bänder des Individualverkehrs laufen und würden nichts von dem Autolärm mitbekommen, obwohl sie dieser typischen Großstadterscheinung so nah sind.
Man könnte auch noch weiter gehen und könnte den Platz zu einer gigantische Mitmachfläche für Fußgänger, Radfahrer und Individualverkehr machen.
Jede einzelne Bewegung eines Verkehrsteilnehmers wird registriert: Egal ob oben auf der Bberfläche oder unterirdisch im Tunnel. Jeder wird mit einer gewissen Zeitverzögerung eine Art Kondensstreifen durch seine Bewegung hinter sich herziehen. Sprich: die Strecke, die man als Fußgänger zurückgelegt hat, wird einige Minuten später mit einer leuchtlinie nachgefahren, wie ein geist quasi.
Die eigene Bewegung könnte man mithilfe einer entsprechenden Bedienkonsole nachverfolgen, wenn man sich auf die Aufsichtsplattform einer Stele (siehe vorheriger ansatz) begibt. Oder man lässt sich andere abgespeicherte Bewegungsfrequenzen zu jeglich anderen Zeiten anzeigen!
Gleichzeitig könnte dies auch ein völlig neuartiges Experimentierfeld/Labor für die Wissenschaft/Stadtplanung sein. Man könnte erforschen, durch was sich Menschen angezogen fühlen, wie sie sich verhalten etc. etc. Die veränderbaren Stelen in Position und Volumen könnten sich dafür anbieten.
Ernst-Reuter-Platz
Guten Tag,
ich bin sehr gespannt auf die ersten Vorschläge. Es war übrigens Urs Jaeggi, der erste Entwürfe für einen urbanen Ernst-Reuter Platz vorgeschlagen hatte. Doch nicht allein ein Eingangstor zur City West könnte der Platz sein, er könnte auch ein Tor zu einem sehr großzügigen Boulevard Bismarckstraße sein, der sich in breiten Bändern bis hinauf bis zum Lietzensee estrecken würde.
Viel Erfolg!
Michael v. Seydlitz