Wie geht´s weiter rund um die Urania?

Ideen und für den Bereich zwischen Wittenbergplatz und Nollendorfplatz gesucht

Die Straßenzüge Kleiststraße, Lietzenburger Straße, An der Urania und Kurfürstenstraße sind für viele Anwohnerinnen und Anwohnern und eine immer größere Zahl von TouristInnen wichtige Stadt- und Lebensräume. Als Fußgänger/in oder Radfahrer/in durchquert man bisher jedoch wenig attraktive Verkehrsräume, die sich hauptsächlich an den Bedürfnissen des Autoverkehrs ausrichten - das soll sich ändern!

Mit den AnrainerInnen, AnwohnerInnen, Immobilien-eigentümerInnen und der interessierten Fachöffentlichkeit wollen wir darüber diskutieren, wie sich die Stadt in diesem Bereich weiter entwickeln soll. Es sind zunächst zwei Veranstaltungen vorgesehen: am Donnerstag, 8. August 2013 und Dienstag, 20. August 2013 jeweils von 18.30 bis 21.00 Uhr, in den Räumen der Urania (An der Urania 17, in 10787 Berlin).

„Durch das Programm Aktive Zentren des Senats haben wir die Chance, unseren Schöneberger Teil der CITY WEST neu zu gestalten, darüber freuen wir uns. Ein neues Erscheinungsbild, neue Nutzungen, das Heilen von Sünden der Vergangenheit – all das könnte das Ergebnis sein. Wir laden Sie alle herzlich ein, sich an diesem spannenden Diskussionsprozess zu beteiligen“, so die für Stadtentwicklung zuständige Stadträtin, Sibyll Klotz.

Entwicklungen

Die CITY WEST umfasst mehr als Wittenbergplatz und Breitscheidplatz. Auch rund um die Einkaufsmagnete, KaDeWe und das Modekaufhaus P+C, die beide im Bezirk Tempelhof-Schöneberg liegen, ist eine Menge los. Der Stadtraum zwischen Wittenbergplatz und Nollendorfplatz trägt wichtige Cityfunktionen – ob als Arbeits- und Einzelhandelsstandort oder Wohn-, Lebens- und Kulturstandort.

Für Bezirksstadträtin Sibyll Klotz steht fest: „Der ehemalige historische Generalszug reicht von der Tauentzienstraße über den Wittenbergplatz mit der Kleiststraße bis zum Nollendorfplatz und darüber hinaus und ist auch heute in seiner Gesamtheit zu begreifen. Wir wollen damit beginnen, den östlichen Eingangsbereich in die CITY WEST besser zu gestalten und den öffentlichen Raum für Anwohnerinnen und Anwohner sowie den Einzelhandel und Tourismus zu verbessern.“

Diese Aktivitäten sind die Fortführung der seit 2010 in der CITY WEST verfolgten Leuchtturmprojekte „City-Eingänge“ und der Maßnahme im Zusammenhang mit „125 Jahre Kurfürstendamm, die Boulevards putzen sich heraus“
Im Untersuchungsraum haben sich in den letzten Jahren mehrere große und mittlere Hotels etabliert wie z.B. das Motel One oder das Axel Hotel. Das Philips-Hochhaus wird derzeit ebenfalls zu einem Hotel Riu Plaza Berlin mit über 350 Zimmern umgebaut. Das zeigt, dass der Stadtraum in den Fokus der Entwicklung gerückt ist und neben seiner Bedeutung als Wohn- und Arbeitsstandort vermehrt Touristen anzieht.  

Die BVG wird in den kommenden Jahren ihre U-Bahn-Tunnel und –bauwerke östlich des Wittenbergplatzes sanieren, wodurch schon lange gewünschte Neugestaltungen möglich werden. Bisher weisen überdimensionierte Straßenräume den wenig einladenden Charme autogerechter Verkehrsplanung früherer Jahrzehnte auf. Eine Neuordnung und Neugestaltung dieser öffentlichen Räume soll mehr Aufenthaltsqualität sowohl für die StadtbewohnerInnen als auch für Gäste der Stadt schaffen und die Straßenräume baulich im Sinne der gemischten europäischen Stadt als urbane und lebenswerte Wohn-, Arbeits- und Freizeitorte weiter entwickeln.

Diese positiven Entwicklungsmöglichkeiten sollen aufgegriffen und durch Aufwertungsmaßnahmen im öffentlichen Raum, z.B. im Bereich der westlichen Kleiststraße und der Lietzenburger Straße unterstützt werden. Dabei wird geprüft, ob überdimensionierte Verkehrsflächen reduziert und ggf. zu Bauflächen umgewidmet werden können.  

„Neue Ideen zur Stadtentwicklung sollen dazu beitragen, dass der Schöneberger Bereich der CITY WEST stärker in das Bewusstsein rückt. Es ist wichtig zu erkennen, dass der Kernbereich für Handel und Dienstleistung nicht abrupt hinter dem Wittenbergplatz endet, sondern es künftig einen besser gestalteten Übergang in Richtung Urania und Nollendorfplatz gibt. Hierfür können Planungs- und Baumittel aus dem Programm Aktive Zentren eingesetzt werden, es handelt sich um eine Art Stadtreparatur“, so Dirk Spender vom Regionalmanagement CITY WEST.

Machbarkeitsstudie und Förderkulisse Aktives Zentrum CITY WEST

Das Stadtentwicklungsamt Tempelhof-Schöneberg hat deshalb die Erarbeitung einer städtebaulichen Machbarkeitsstudie als Integriertes Entwicklungskonzept beauftragt. Im Rahmen der Förderung durch das Programm Aktive Zentren in der Kulisse CITY WEST hat das Büro GRUPPE PLANWERK erste Ideen erarbeitet, die öffentlich vorgestellt und diskutiert werden sollen.
Die Studie gliedert sich in zwei Phasen. In der ersten Phase wurde die stadtstrukturelle Situation analysiert und grafisch dargestellt. Die zweite Phase dient der Kommunikation und Beteiligung. Die Ziele des Entwicklungskonzepts werden öffentlich vorgestellt und diskutiert. Möglichst viele Anregungen der Anrainer und Betroffenen sollen in die Planung einfließen.
Als nächste Arbeitsschritte beabsichtigt das Bezirksamt, weitere Förderanträge für den Umbau im öffentlichen Straßenland zu stellen, private und öffentliche Investitionen anzustoßen und neue Nutzungen zu etablieren.