Anrainergespräch Steinplatz

Der Steinplatz an der Hardenbergstraße steht in einer Abfolge von Plätzen und historisch bedeutenden öffentlichen Gebäuden wie der Universität der Künste. Auch bildet er eine Schnittstelle zwischen wichtigen Institutionen, wie Universitäten auf der einen Seite, Gastronomie, Hotellerie sowie Anwohnerinnen und Anwohner auf der anderen Seite. Vor mehr als 60 Jahren wurde die jetzige Platzanlage errichtet und besitzt noch heute ein hohes Potenzial für das Quartier. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf möchte den Steinplatz gestalterisch aufwerten und den Nutzern eine bessere und zeitgemäße Gestaltung bieten.

Informationsaustausch

In diesem Zusammenhang lud Bezirksstadtrat Marc Schulte am 16.7.2014 Anrainer des Steinplatzes zum Informationsaustausch und persönlichen Kennenlernen in die Filmbühne am Steinplatz ein. Das Gespräch in gemütlicher Atmosphäre direkt vor Ort diente einer Orientierung in einer sehr frühen Phase hinsichtlich des Umgestaltungsbedarfs, da das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf den Einsatz von Fördermitteln aus dem Programm „Aktive Zentren“ erwägt.

Als Ergebnis des Gesprächs kann festgehalten, dass die Anrainer sehr unzufrieden mit der derzeitigen Gestaltung sind. Von der Hardenbergstraße wirke der Steinplatz wie ein abgeschlossener Schrebergarten, bei dem man nicht über die Hecke schauen kann. Kaum jemand nutze ihn, weder Anwohner, noch Hotelgäste oder Studenten. Mit der aktuellen Bepflanzung werden aus Sicht der Anrainer Intransparenz und Angsträume erzeugt, die nicht nur in den Abendstunden ein gewisses Unsicherheitsgefühl erzeugen. Auch interessante Blicke auf die umgebenden Gebäude werden blockiert. So waren sich die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter von Haus- und Wohnungseigentümern/ Anwohnern, Hotel, Gastronomie, Universität und Asta TU Berlin/ Studentenwerk einig über den Umgestaltungsbedarf und ein deutliches Auslichten der Pflanzen.

Potenzial

Ein anwesender Vertreter des Straßen- und Grünflächenamtes des Bezirks bestätigte das „Potenzial“, welches in dem Platz schlummert. Ziel müsse eine städtebauliche Anpassung und freiraumplanerische Überarbeitung sein, die heutigen Anforderungen an einen zentral in der Innenstadt gelegenen, urban und jugendlich geprägten Platz gerecht wird. Nach nunmehr 60 Jahren sei der Vegetationsbestand ausgewachsen und hat teils seine Altersgrenze erreicht. Der Pflegeaufwand wird immer höher, was den Bedarf einer Neuanlage um einen weiteren Aspekt ergänzt. Bis zum Herbst will man sich über ein Verfahren zur Erarbeitung eines Neugestaltungskonzepts für den Steinplatz einig sein. Denkbar ist dabei auch eine begleitende Kooperation mit Studierenden der benachbarten Hochschulen.